Mailberatung für junge Menschen

Suizidprävention
Flyer Suizidprävention der Caritas

Um junge Menschen in der aktuellen Lage niedrigschwellig unterstützen zu können, startet heute die Onlineberatung „#gemeinsamstatteinsam“ ihr Angebot. Junge Menschen bis 26 Jahre können sich hier vertraulich und kostenlos durch ehrenamtliche Berater*innen beraten lassen, die eine spezielle Ausbildung durchlaufen haben.  Betreiber des Angebots sind JugendNotmail (zuständig für die Bis-19-Jährigen) sowie [U25], das Online-Suizidpräventionsangebot der Caritas (zuständig für 20-26-Jährige) – beides Anbieter mit versierter Erfahrung in der Onlineberatung junger Ratsuchender.

Junge Menschen von Corona sehr gefordert
„Gerade jungen Menschen fordert die aktuelle Situation Vieles ab – der Wegfall des gewohnten Alltags, die damit verbundene Einsamkeit, Konflikte im Elternhaus sowie Zukunftsängste angesichts ungewisser Fortführung von Ausbildung oder Schulangebot stellen für sie große Herausforderungen dar“, so Caritas-Präsident Peter Neher. „Es war uns ein wichtiges Anliegen, jungen Menschen ein leicht zugängliches Hilfsangebot zur Verfügung zu stellen“. Denn Offline-Angebote wie z.B. die Schulsozialarbeit oder Beratungsstellen, stehen derzeit nicht oder nur stark eingeschränkt zur Verfügung.

Zwei Partner mit Erfahrung
Gefördert wird das Beratungsprojekt „#gemeinsamstatteinsam“ durch das Familienministerium des Bundes (BMFSFJ). „Mit JugendNotmail haben wir einen Partner gefunden, der wie unser Angebot der Suizidprävention [U25] über jahrelange Erfahrung in der Onlineberatung junger Menschen verfügt“, so Jakob Henschel, Koordinator von [U25] Deutschland.

Vorerst befristet bis Jahresende können sich junge Menschen über die Seiten von Jugendnotmail bzw. [U25] bei der #gemeinsamstatteinsam-Beratung registrieren und sich ihre Sorgen und Nöte vertraulich und unkompliziert von der Seele schreiben. Von Caritas-Seite werden etwa 50 Beraterinnen und Berater auf ihre Anliegen eingehen.

Gemeinsame Pressemitteilung vom Deutschen Caritasverband und JugendNotmail.

#gemeinsamstatteinsam
Auf dem Foto ist die Gruppe aus Paderborn zu sehen.

Junge Hilfesuchende zwischen 16 und 25 Jahren werden in Krisensituationen von [“U25” ]-Mitarbeitern per E-Mail begleitet. Etwa 30 gleichaltrige Helfer haben die Ausbildung zum Peer durchlaufen.

Die Peers sind keine Fachleute, aber sie sind nah dran an ihren Klienten. Sie können in der Begleitung auf ihre eigene Erfahrung bauen. Schließlich sind sie im selben Alter, haben vergleichbare Erfahrungen gemacht und können deshalb nachempfinden, wie es den Hilfesuchenden geht.

Die Caritas-Mitarbeiterin Carolina Groppe ist die hauptamtliche Leiterin der Gruppe. Sie begleitet die E-Mail-Kommunikation (Onlineberatung) der Peers im Hintergrund. Die Gruppe kommt zudem regelmäßig zu Supervisionstreffen zusammen.

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